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Adivasi-Junge auf dem Weg zur Schule
(Quelle: AMS)
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Adivasi organisieren sich
Die Nilgiris-Berge im Nordwesten des südindischen Bundesstaates Tamil
Nadu sind traditioneller Lebensraum von Adivasi
(UreinwohnerInnen) und heute das größte Teeanbaugebiet Südindiens. Die
Armut unter den Adivasi ohne verbriefte Landrechte und ausreichenden
Zugang zu Bildung ist groß, ihre auf Gemeinschaft und enger Beziehung
zur Natur beruhenden Traditionen sind bedroht.
Etwa 15.000 Adivasi organisieren sich im Adivasi Munnetra Sangam
(AMS) und kämpfen für die Verbesserung ihrer Lebenssituation: für
Landrechte, Bildung, Gesundheit, Armutsbekämpfung, den Erhalt der
Umwelt und die Stärkung ihrer Identität.
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Adivasi pflücken Tee auf eigenen Land
(Quelle: AMS)
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Adivasi produzieren Tee
Etwa 300 der im Adivasi Munnetra Sangam organisierten Adivasi-Familien
bauen bereits auf eigenem Land Tee an, vermarkten ihn
gemeinschaftlich und haben so ein regelmäßiges Einkommen, denn in den
Nilgiris-Bergen kann das ganze Jahr über Tee geerntet werden. Eine 70
ha große Teeplantage ist seit 1998 das Herzstück der
Gemeinschaftsorganisation der Adivasi.
Teepflanzen werden bis zu 100 Jahre alt und demonstrieren Landrechte.
Auf ihrem eigenen Gemeinschaftsland pflegen die Adivasi ihre
Traditionen und religiösen Riten. Ein Teil der Plantage wird als Urwald
erhalten, in dem auch wilde Elefanten leben. 100 Familien erhalten ein
regelmäßiges Einkommen, zwölf Adivasi-Familien erhielten hier ein
Zuhause. Mit ihrem Trainingszentrum ist die Plantage Zentrum von
Gemeinschaftsorganisation und Bildungsarbeit. Die Teeplantage
trägt sich wirtschaftlich selbst und verschafft den Adivasi
gesellschaftliche Anerkennung. Die Gewinne aus der Teevermarktung
fließen in die Bildungs- und Gesundheitsarbeit der Adivasi. Der
Kredit zum Kauf der Teeplantage konnte dank Spenden bereits zu
50% abgezahlt werden.
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Adivasi trinken Tee
(Quelle: AMS)
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Zum Tee
Tee ist nach Wasser das populärste Getränk weltweit. Etwa die Hälfte
der weltweiten Teeproduktion findet in Indien und China statt. In
Indien wird hauptsächlich Schwarztee für den Eigenbedarf im Land
produziert. Mit ihrem gemeinschaftlichen Teeanbau und dessen
Vermarktung haben sich die benachteiligten Adivasi im südindischen
Gudalur-Tal einen anerkannten Platz in der regionalen Ökonomie erobert,
obwohl die Teeproduktion in den letzten Jahren stark unter Druck
geraten ist und viele Plantagen und Teefabriken in den Nilgiris-Bergen
schlossen.
Die Adivasi lassen ihre Teeernte in einer lokalen Teefabrik
verarbeiten. Je größer die Nachfrage nach Adivasi-Tee ist, umso
größeren Gewinn erzielen die Adivasi durch ihre direkte und faire
Vermarktung und desto größere Spielräume öffnen sich ihnen für die
angestrebte Umstellung hin zu organischer Produktion.
Für den typisch indischen Tee (Chai) wird Schwarztee mit Milch, Zucker
und Gewürzen aufgekocht. Der kräftige Adivasi-Tee schmeckt auf
diese Weise besonders gut.
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[www.justchangeindia.com] [www.adivasi-tee-projekt.org]
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| [Zuletzt aktualisiert am 13.03.2009] |